Announcement

Standing Together has formally adopted the vision of “Two States, One Homeland.”

27 November 2025, 12:00 AM
Haifa

On 27 November, Standing Together officially adopted the two-state solution into its agenda at its annual assembly marking the organization’s 10th anniversary. More than 1,500 participants made their stance unmistakably clear: Yes — to a just and equal future for Israelis and Palestinians in a shared homeland.

This is more than a symbolic gesture. It signals a growing political realignment — away from failed paradigms of separation, away from fear and inertia, and toward a clear and achievable alternative. This draft is based on the vision and framework developed by A Land for All (formerly Two States, One Homeland):

“Two states to end the occupation. One shared homeland to end the conflict.”

This is an important step toward uniting civil-society actors on the ground behind a common goal. As such, it should also be recognized and supported in German politics—especially since the German government has explicitly committed itself to the two-state solution. Now is the time to enable and accompany concrete steps and to support both Israelis and Palestinans on the path toward genuine negotiations.

The community of those refusing to return to the illusions of “October 6” is expanding. More individuals and movements are stepping forward — determined to reshape the future rather than remain trapped by the past.

Every sincere effort to stop the violence and protect all civilians must be welcomed.
But we must state clearly: a vague political horizon is not enough.

Any process that fails to guarantee Palestinian self-determination and the establishment of a sovereign Palestinian state risks repeating the mistakes of the past — perpetuating injustice, instability, and conflict.


Am 27. November hat Standing Together auf seiner Jahresversammlung zum 10-jährigen Bestehen die Zweistaatenlösung offiziell in seine Agenda aufgenommen. Mehr als 1.500 Teilnehmende machten ihre Haltung unmissverständlich deutlich: Ja — zu einer gerechten und gleichberechtigten Zukunft für Israelis und Palästinenser*innen in einer gemeinsamen Heimat.

Dies ist mehr als ein symbolischer Akt. Es signalisiert eine wachsende politische Neuausrichtung — weg von gescheiterten Paradigmen der Trennung, weg von Angst und Stillstand und hin zu einer klaren und erreichbaren Alternative. Dieser Entwurf basiert auf der Vision von A Land for All (ehemals Two States, One Homeland):

„Zwei Staaten, um die Besatzung zu beenden. Eine gemeinsame Heimat, um den Konflikt zu beenden.“

Dies ist ein wichtiger Schritt, um zivilgesellschaftliche Kräfte vor Ort hinter einem gemeinsamen Ziel zu bündeln, den wir als Friends of Standing Together in Deutschland begrüßen. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser auch von der deutschen Politik wahrgenommen und unterstützt wird – zumal sich die Bundesregierung der Zweistaatenlösung ausdrücklich verpflichtet hat. Jetzt ist die Zeit, konkrete Schritte zu ermöglichen, zu begleiten und Israel wie Palästina auf dem Weg in echte Verhandlungen zu unterstützen.

Die Gemeinschaft derjenigen, die sich weigern, zu den Illusionen des „6. Oktober“ zurückzukehren, wächst. Immer mehr Einzelpersonen und Bewegungen treten hervor – entschlossen, die Zukunft neu zu gestalten, statt in der Vergangenheit gefangen zu bleiben.

Jeder ernsthafte Versuch, die Gewalt zu beenden und alle Zivilpersonen zu schützen, muss willkommen geheißen werden. Doch wir müssen klar sagen: Ein vager politischer Horizont reicht nicht aus.

Jeder Prozess, der keine palästinensische Selbstbestimmung und die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates garantiert, läuft Gefahr, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen – und damit Ungerechtigkeit, Instabilität und Konflikte fortzuschreiben.


Announcement

Briefe an deutsche und europäische Politiker*innen schreiben

Seit Oktober 2023 verfassen wir Briefe an deutsche und europäische Politiker*innen. Wir bringen darin unsere Trauer, Wut und Besorgnis über die politische Lage in Israel und Palästina zum Ausdruck – und fordern von der deutschen Politik eine klare Haltung, die auf Menschenrechten und internationalem Völkerrecht basiert.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie jene Teile der israelischen Zivilgesellschaft unterstützt, die sich vor Ort für eine politische Verhandlungslösung im Sinne aller Menschen in Israel und Palästina einsetzen – so wie Standing Together es tut. Außerdem liegt es in der Verantwortung unserer Volksvertreter*innen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland für alle Mitbürger*innen zu fördern, und die Anerkennung palästinensischen Leids und Rechts auf Selbstbestimmung und den Schutz jüdischen Lebens nicht gegeneinander auszuspielen!

Mitmachen: Du möchtest selbst einen Brief schreiben?

Dann schließ dich gerne unserer Briefgruppe an! Wir haben dir eine kurze Anleitung zusammengestellt:

Tipps für das Schreiben von politischen Briefen:

  • Schreibe höflich und sachlich, in gutem Deutsch oder Englisch. Wenn du magst, nutze KI-Tools zur Formulierungshilfe. (Bei Kontaktformularen kann die Zeichenzahl begrenzt sein –  auch hier sind KI Tools nützliche Helfer)
  • Formuliere persönlich – schreib in deinem eigenen Namen und unterschreibe auch damit.

Stelle klare Forderungen, dass die deutsche Politik sich einsetzen soll für:

  • einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand
  • die sofortige umfangreichen humanitären Versorgung der Menschen in Gaza (keine Verteilung durch GHF, Blockade der Hilfslieferungen beenden, medizinische Evakuierungen ermöglichen, Gesundheitspersonal schützen)
  • die Freilassung von fünfzig israelischen Geiseln in Gaza bzw. Übergabe ihrer Leichname
  • die Freilassung von tausenden Palästinenser*innen, die ohne Anklage in Israel oder der Westbank in sogenannter „Administrativhaft“ unrechtmäßig und willkürlich festgehalten werden, sowie rechtsstaatliche Verfahren für alle Palästinenser*innen in israelischen Gefängnissen
  • einen sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte an Israel
  • ein Ende der illegalen Besetzung des Westjordanlands durch Israel, einschließlich des fortschreitenden Siedlungsausbaus (Keine Zusammenarbeit mit Siedlerorganisationen, kein Import von Produkten aus den besetzen Gebieten)
  • die Anerkennung des Staates Palästina – als Teil von Bemühungen, einen echten Verhandlungsprozess wieder in Gang zu bringen, der ein Abkommen anstrebt, das beiden Völkern – israelischen Jüd*innen und Palästinenser*innen – Selbstbestimmung und gleiche Rechte garantiert
  • die Verpflichtung, die Unabhängigkeit des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs zu respektieren und ihre Urteile zu achten und durchzusetzen
  • die Einbindung der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaften in Verhandlungen und ihre Einbindung in alle zukünftigen Entscheidungen. 
  • sich hier in Deutschland für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen und die Polarisierung nicht weiter zu betreiben – gegen Anti-Muslimischen Rassismus und gegen Antisemitismus.

Verweise in deinen Briefen gerne auf Standing Together:

Ein starkes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement ist Standing Together – eine jüdisch-palästinensische Bewegung in Israel, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit für beide Völker einsetzt sowie für Nachhaltigkeit und die Rechte der LGBTQ+ Gemeinschaft. Innerhalb der Anti-Regierungsproteste gehört ST zu den wenigen Stimmen, die das Leid in Gaza sichtbar machen und sich klar für die Rechte der Palästinenser*innen positionieren. 

Du kannst z.B. fordern, dass Abgeordnete und Regierungsmitglieder ihren Einfluss nutzen sollen, um die Arbeit von Standing Together sowie anderer anti-kriegs-, anti-besatzungs- und friedensorientierter Bewegungen in Israel zu unterstützen und sichtbar zu machen – für eine gemeinsame Zukunft, die auf Freiheit, Selbstbestimmung und gleichen Rechten für beide Völker basiert.

Mehr über Standing Together findest du in dieser Übersicht:

Oder hier als Instagram-Post:

Kontaktmöglichkeiten & Adressen

Weitere Briefkampagnen & Formulierungshilfen findest du z.B. bei Amnesty:

Briefe an Medien und Presse

Auch die deutsche Berichterstattung zu Israel-Palästina kritisieren wir oft als einseitig und realitätsverzerrend. Wenn du einen Artikel als problematisch empfindest, kannst du  Journalist*innen oder Redaktionen direkt anschreiben und dich beschweren.

Informiert bleiben & Medien kritisch begleiten

Allgemeine Infos zu Pressebeschwerden, Kampagen und Formulierungsvorschläge findest du z.B. hier:

d:p de:presse @de.press.media

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