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Unterschreibe unsere Petitionen: 4000 Kinder aus Gaza warten aktuell auf medizinische Behandlung

Deutschland kann helfen! Die Bereitschaft bei vielen Ärzt*innen und Kommunen ist da, was fehlt ist der politische Wille von ganz oben. Hier wollen wir Druck machen. Zusammen mit Don’t Look Away e.V. haben wir in mehreren Deutschen Städten Petitionen gestartet für die Aufnahme von Kindern aus Gaza in deutsche Krankenhäuser.

Teile unsere Petitionen via Link, Flyer oder Poster zum selber ausdrucken (scroll down for English version):

FLYER:


POSTER:


Gaza verzeichnet die weltweit höchste Zahl an Kindern mit amputierten Gliedmaßen – viele Operationen erfolgen ohne Betäubung.
Die medizinische Infrastruktur ist größtenteils zerstört. Hunderte Menschen sind gestorben, während sie auf die Evakuation gewartet haben – seit Juli 2024 waren es durchschnittlich 2 Todesfälle in Gaza pro Tag (931 Tote in 450 Tagen, Seite 3).

Wir kämpfen für die Aufnahme verletzter Kinder in Berliner Kliniken, um ihnen die notwendige medizinische und psychologische Behandlung zukommen zu lassen und sie danach bei einer sicheren Rückkehr zu unterstützen. Dies sehen wir als unsere Verpflichtung als offene und wertebasierte Gesellschaft.

Über 18.000 Personen, davon 3.800 Kinder warten derzeit auf Evakuierung in Länder, die bereit sind, sie aufzunehmen. Die Infrastruktur steht durch die WHO bereit!

Kinder sind nach humanitärem Völkerrecht besonders geschützt (Art. 38 UN-Kinderrechtskonvention, Genfer Konventionen). Die rechtlichen Grundlagen sind gesichert: § 22 Satz 2 AufenthG: Aufnahme aus dringenden humanitären Gründen möglich – auch auf kommunale oder Landesinitiative. § 23 Abs. 1 AufenthG: Aufnahmeprogramme der Länder in Abstimmung mit dem Bund.

  • Der Handlungsbedarf ist riesig: Operationen finden oft ohne Schmerzmittel oder Narkose statt. Viele Kinder sind ausgehungert oder tagelang ohne Nahrung. Fehlende Versorgung bedeutet lebenslange Behinderung oder den Tod. Die medizinische Infrastruktur in Gaza wurde größtenteils zerstört.
  • Deutschland hat Erfahrung mit Evakuierungen verletzter (zum Beispiel jesidischer) Kinder. Auch zwei Kinder aus Gaza wurden zwischenzeitlich in Deutschland behandelt.
  • Schweiz, Spanien, Italien und Norwegen haben bereits Kinder aus Gaza zur Behandlung aufgenommen.
  • Bereits Hannover, Kiel, Düsseldorf, Bremen, Bonn und Leipzig haben sich für die Aufnahme verletzter Kinder aus Gaza eingesetzt und vom Bund entsprechende Maßnahmen gefordert.
  • Berlin verfügt mit seinen Kliniken von Weltrang über hochspezialisierte Behandlungsmöglichkeiten.

Schreibe deinen MDB`s und fordere sie auf sich für die medizinische Versorgung von Kindern aus Gaza einzusetzen

  1. Die Namen und den Kontakt der Abgeordneten deines Wahlkreises findest du HIER
  2. Kopiere den folgenden Text, füge deine persönlichen Details ein und schicke ihn los

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name des/der Abgeordneten],

ich wende mich heute an Sie als Bürger/in Ihres Wahlkreises.

Ich habe die Petition „Aufnahme verletzter Kinder aus Gaza in [Name der Stadt] Kliniken“ von Friends of Standing Together Berlin und Don’t Look Away e.V. unterzeichnet. Sie fordert, dass Deutschland schwerverletzte und schwerkranke Kinder aus Gaza zur medizinischen Behandlung aufnimmt.

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist weiterhin katastrophal. Insbesondere Kinder haben oft keinen Zugang mehr zu dringend benötigter medizinischer Versorgung. Gleichzeitig haben zahlreiche deutsche Kliniken und Kommunen ihre Bereitschaft signalisiert, Patientinnen und Patienten aufzunehmen. Nach Berichten internationaler Organisationen warten tausende Menschen auf eine medizinische Evakuierung – darunter viele Kinder mit schweren Verletzungen oder chronischen Erkrankungen, die vor Ort nicht mehr angemessen behandelt werden können.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie:

  • Setzen Sie sich dafür ein, dass medizinische Evakuierungen aus Gaza ermöglicht und ausgeweitet werden.
  • Unterstützen Sie Programme zur Aufnahme und Behandlung verletzter Kinder in Deutschland.
  • Wirken Sie darauf hin, dass bürokratische und politische Hürden zügig abgebaut werden.
  • Setzen Sie sich für den Wiederaufbau des Gesundheitssystems im Gazastreifen ein, für den ungehinderten Zugang internationaler medizinischer Hilfsorganisationen sowie für sichere Korridore zur Behandlung in das Westjordanland und nach Ost-Jerusalem.

Deutschland verfügt über die medizinischen Kapazitäten und trägt zugleich eine humanitäre Verantwortung, in einer solchen Situation zu handeln. Für viele Kinder kann eine Behandlung im Ausland den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Ich erwarte daher von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag, dass humanitäre Aufnahmeprogramme konsequent und zügig umgesetzt werden.

Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen, wie Sie sich zu diesem Anliegen positionieren und wie Sie entsprechende Initiativen unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
[Name]
[Optional: Adresse im Wahlkreis]


Berlin can help! Share our petition via Link, Flyer or Poster:

Gaza now has the world’s highest number of children with amputations. Many surgeries need to be done without anaesthesia. Most medical infrastructure is destroyed. Hundreds of people have died while waiting for Medical Evacuations (MedEvacs) –approximately 2 persons per day since July 2024 (931 casualties in 450 days, see report, page 3).

We are advocating for injured children to obtain admission to Berlin hospitals, so they can receive the necessary medical and psychological care they need, as well as being assisted to return safely to Gaza.

We are convinced of this being our duty in an open, moral and value-based society. More than 18000 people of which 3800 are minors are waiting for MedEvacs right now – waiting, because there are no countries willing to accept, although the infrastructure for the MedEvacs is being granted by the WHO!

  • When children are affected by armed conflicts, State are obliged under International Humanitarian Law, to undertake “all feasible measures to ensure protection and care” for the children, to ensure that the children “do not take a direct part in hostilities” (Art. 38 UN Convention on the Rights of the Child; Geneva Conventions) – which the parties are not fulfilling right now. The legal basis is constituted by section 22, sentence 2 German Federal Residence Act (AufenthG): admission is possible for urgent humanitarian reasons, also if initiated by municipalities or federal states. Section 23(1) of the German Federal Residence Act: state admission programs of the federal states in coordination with the federal government.
  • The urgency to act is enormous: Surgeries are often done without anaesthesia or pain medication. Many of the children are weakened due to famine and days without food. Gaza’s medical infrastructure is vastly destroyed. The lack of medical care can lead to lifelong impairments and death.
  • Germany has experience in medically evacuating injured children (e.g. Yazidi children). 2 children from Gaza have already been treated in Germany.
  • Switzerland, Spain, Italy and Norway have already admitted children for treatment.
  • Hanover, Kiel, Düsseldorf, Bonn, Leipzig and Bremen as well as Hamburg and Freiburg have already advocated for the admission of injured children from Gaza and called on the federal government to take appropriate action.
  • With its world-class hospitals, Berlin offers highly specialized treatment options.


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Standing Together has formally adopted the vision of “Two States, One Homeland.”

27 November 2025, 12:00 AM
Haifa

On 27 November, Standing Together officially adopted the two-state solution into its agenda at its annual assembly marking the organization’s 10th anniversary. More than 1,500 participants made their stance unmistakably clear: Yes — to a just and equal future for Israelis and Palestinians in a shared homeland.

This is more than a symbolic gesture. It signals a growing political realignment — away from failed paradigms of separation, away from fear and inertia, and toward a clear and achievable alternative. This draft is based on the vision and framework developed by A Land for All (formerly Two States, One Homeland):

“Two states to end the occupation. One shared homeland to end the conflict.”

This is an important step toward uniting civil-society actors on the ground behind a common goal. As such, it should also be recognized and supported in German politics—especially since the German government has explicitly committed itself to the two-state solution. Now is the time to enable and accompany concrete steps and to support both Israelis and Palestinans on the path toward genuine negotiations.

The community of those refusing to return to the illusions of “October 6” is expanding. More individuals and movements are stepping forward — determined to reshape the future rather than remain trapped by the past.

Every sincere effort to stop the violence and protect all civilians must be welcomed.
But we must state clearly: a vague political horizon is not enough.

Any process that fails to guarantee Palestinian self-determination and the establishment of a sovereign Palestinian state risks repeating the mistakes of the past — perpetuating injustice, instability, and conflict.


Am 27. November hat Standing Together auf seiner Jahresversammlung zum 10-jährigen Bestehen die Zweistaatenlösung offiziell in seine Agenda aufgenommen. Mehr als 1.500 Teilnehmende machten ihre Haltung unmissverständlich deutlich: Ja — zu einer gerechten und gleichberechtigten Zukunft für Israelis und Palästinenser*innen in einer gemeinsamen Heimat.

Dies ist mehr als ein symbolischer Akt. Es signalisiert eine wachsende politische Neuausrichtung — weg von gescheiterten Paradigmen der Trennung, weg von Angst und Stillstand und hin zu einer klaren und erreichbaren Alternative. Dieser Entwurf basiert auf der Vision von A Land for All (ehemals Two States, One Homeland):

„Zwei Staaten, um die Besatzung zu beenden. Eine gemeinsame Heimat, um den Konflikt zu beenden.“

Dies ist ein wichtiger Schritt, um zivilgesellschaftliche Kräfte vor Ort hinter einem gemeinsamen Ziel zu bündeln, den wir als Friends of Standing Together in Deutschland begrüßen. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser auch von der deutschen Politik wahrgenommen und unterstützt wird – zumal sich die Bundesregierung der Zweistaatenlösung ausdrücklich verpflichtet hat. Jetzt ist die Zeit, konkrete Schritte zu ermöglichen, zu begleiten und Israel wie Palästina auf dem Weg in echte Verhandlungen zu unterstützen.

Die Gemeinschaft derjenigen, die sich weigern, zu den Illusionen des „6. Oktober“ zurückzukehren, wächst. Immer mehr Einzelpersonen und Bewegungen treten hervor – entschlossen, die Zukunft neu zu gestalten, statt in der Vergangenheit gefangen zu bleiben.

Jeder ernsthafte Versuch, die Gewalt zu beenden und alle Zivilpersonen zu schützen, muss willkommen geheißen werden. Doch wir müssen klar sagen: Ein vager politischer Horizont reicht nicht aus.

Jeder Prozess, der keine palästinensische Selbstbestimmung und die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates garantiert, läuft Gefahr, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen – und damit Ungerechtigkeit, Instabilität und Konflikte fortzuschreiben.


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Briefe an deutsche und europäische Politiker*innen schreiben

Seit Oktober 2023 verfassen wir Briefe an deutsche und europäische Politiker*innen. Wir bringen darin unsere Trauer, Wut und Besorgnis über die politische Lage in Israel und Palästina zum Ausdruck – und fordern von der deutschen Politik eine klare Haltung, die auf Menschenrechten und internationalem Völkerrecht basiert.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie jene Teile der israelischen Zivilgesellschaft unterstützt, die sich vor Ort für eine politische Verhandlungslösung im Sinne aller Menschen in Israel und Palästina einsetzen – so wie Standing Together es tut. Außerdem liegt es in der Verantwortung unserer Volksvertreter*innen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland für alle Mitbürger*innen zu fördern, und die Anerkennung palästinensischen Leids und Rechts auf Selbstbestimmung und den Schutz jüdischen Lebens nicht gegeneinander auszuspielen!

Mitmachen: Du möchtest selbst einen Brief schreiben?

Dann schließ dich gerne unserer Briefgruppe an! Wir haben dir eine kurze Anleitung zusammengestellt:

Tipps für das Schreiben von politischen Briefen:

  • Schreibe höflich und sachlich, in gutem Deutsch oder Englisch. Wenn du magst, nutze KI-Tools zur Formulierungshilfe. (Bei Kontaktformularen kann die Zeichenzahl begrenzt sein –  auch hier sind KI Tools nützliche Helfer)
  • Formuliere persönlich – schreib in deinem eigenen Namen und unterschreibe auch damit.

Stelle klare Forderungen, dass die deutsche Politik sich einsetzen soll für:

  • einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand
  • die sofortige umfangreichen humanitären Versorgung der Menschen in Gaza (keine Verteilung durch GHF, Blockade der Hilfslieferungen beenden, medizinische Evakuierungen ermöglichen, Gesundheitspersonal schützen)
  • die Freilassung von fünfzig israelischen Geiseln in Gaza bzw. Übergabe ihrer Leichname
  • die Freilassung von tausenden Palästinenser*innen, die ohne Anklage in Israel oder der Westbank in sogenannter „Administrativhaft“ unrechtmäßig und willkürlich festgehalten werden, sowie rechtsstaatliche Verfahren für alle Palästinenser*innen in israelischen Gefängnissen
  • einen sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte an Israel
  • ein Ende der illegalen Besetzung des Westjordanlands durch Israel, einschließlich des fortschreitenden Siedlungsausbaus (Keine Zusammenarbeit mit Siedlerorganisationen, kein Import von Produkten aus den besetzen Gebieten)
  • die Anerkennung des Staates Palästina – als Teil von Bemühungen, einen echten Verhandlungsprozess wieder in Gang zu bringen, der ein Abkommen anstrebt, das beiden Völkern – israelischen Jüd*innen und Palästinenser*innen – Selbstbestimmung und gleiche Rechte garantiert
  • die Verpflichtung, die Unabhängigkeit des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs zu respektieren und ihre Urteile zu achten und durchzusetzen
  • die Einbindung der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaften in Verhandlungen und ihre Einbindung in alle zukünftigen Entscheidungen. 
  • sich hier in Deutschland für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen und die Polarisierung nicht weiter zu betreiben – gegen Anti-Muslimischen Rassismus und gegen Antisemitismus.

Verweise in deinen Briefen gerne auf Standing Together:

Ein starkes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement ist Standing Together – eine jüdisch-palästinensische Bewegung in Israel, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit für beide Völker einsetzt sowie für Nachhaltigkeit und die Rechte der LGBTQ+ Gemeinschaft. Innerhalb der Anti-Regierungsproteste gehört ST zu den wenigen Stimmen, die das Leid in Gaza sichtbar machen und sich klar für die Rechte der Palästinenser*innen positionieren. 

Du kannst z.B. fordern, dass Abgeordnete und Regierungsmitglieder ihren Einfluss nutzen sollen, um die Arbeit von Standing Together sowie anderer anti-kriegs-, anti-besatzungs- und friedensorientierter Bewegungen in Israel zu unterstützen und sichtbar zu machen – für eine gemeinsame Zukunft, die auf Freiheit, Selbstbestimmung und gleichen Rechten für beide Völker basiert.

Mehr über Standing Together findest du in dieser Übersicht:

Oder hier als Instagram-Post:

Kontaktmöglichkeiten & Adressen

Weitere Briefkampagnen & Formulierungshilfen findest du z.B. bei Amnesty:

Briefe an Medien und Presse

Auch die deutsche Berichterstattung zu Israel-Palästina kritisieren wir oft als einseitig und realitätsverzerrend. Wenn du einen Artikel als problematisch empfindest, kannst du  Journalist*innen oder Redaktionen direkt anschreiben und dich beschweren.

Informiert bleiben & Medien kritisch begleiten

Allgemeine Infos zu Pressebeschwerden, Kampagen und Formulierungsvorschläge findest du z.B. hier:

d:p de:presse @de.press.media

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